Newsletter der Deutschen UNESCO-Kommission – Nr. 4/2016

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Newsletter der Deutschen UNESCO-Kommission – Nr. 4/2016

© UNESCO

Zum neuen Jahr

Mit dem Jahr 2016 geht ein Jahr zu Ende, das uns viel abverlangt hat: Es hat uns erschüttert durch die Terroranschläge überall auf der Welt, die durch ihre Gewalt und Heimtücke unbegreiflich und menschenverachtend waren. Vor wenigen Tagen erst traf uns der brutale Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt mitten in Berlin. Die globale Allgegenwärtigkeit des Terrors wird uns, so befürchte ich, auch weiter begleiten.

2016 war auch ein Jahr der politischen Konflikte und Kriege. Noch immer erreichen uns Bilder, beispielsweise aus dem syrischen Aleppo, die zutiefst verstörend sind. In Europa und weltweit erstarken politische Strömungen, die sich die Angst von Menschen zunutze machen und vermeintlich einfache Lösungen in Abgrenzung und Ausgrenzung suchen. Unsere global vernetzte Welt und unser Zusammenleben sind jedoch zu vielschichtig, um ihnen mit einfachen Lösungen zu begegnen.

Was können wir tun? So schwer es manchmal fallen mag: Wir sollten den Mut, die Standhaftigkeit und unsere Tatkraft nicht verlieren. Die Gründer der UNESCO haben vor 70 Jahren festgehalten: „Ein ausschließlich auf politischen und wirtschaftlichen Abmachungen von Regierungen beruhender Friede kann die einmütige, dauernde und aufrichtige Zustimmung der Völker der Welt nicht finden. Friede muss – wenn er nicht scheitern soll – in der geistigen und moralischen Solidarität der Menschheit verankert werden.“

Setzen wir uns also mehr als bisher bereits für jene universellen Werte ein, auf denen offene und freie Gesellschaften beruhen. Üben wir Solidarität und Verantwortung für ein Zusammenleben in Vielfalt, für eine hochwertige Bildung für alle Menschen. Setzen wir uns ein für den Schutz unseres gemeinsamen Erbes, das unverzichtbar ist als Lebensraum, zum Verständnis unserer eigenen Geschichte, als Quelle unserer Identitäten und der Verständigung zwischen den Völkern. Die Sicherung und Pflege des Erbes ist das Fundament der menschlichen Entfaltung und der Entfaltung von Menschlichkeit. Dies ist kein kurzfristiger Ansatz. Es ist ein langwieriger und – wie wir gegenwärtig erfahren – auch mühevoller Weg, keineswegs ohne Rückschläge. Aber es ist der Weg, der die Basis für ein friedvolles Zusammenleben bildet.

Lassen Sie uns gemeinsam dafür einstehen, dass Toleranz und Verständigung unseren Alltag bestimmen.

Ich wünsche Ihnen und uns allen ein friedvolles Jahr 2017!

Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission

www.unesco.de

Newsletter der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.
Redaktion: Sabine Luft (DUK), pr+kommunikationsberatung KSKOM
Verantwortlich: Katja Römer (DUK)
Colmantstraße 15, 53115 Bonn • Telefon: 0228-60497-44
E-Mail: presse • Internet: www.unesco.de
Die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) ist Deutschlands Mittlerorganisation
für multilaterale Politik in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation.
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